Erlebe zeitgenössische, britische Literatur auf dem #BritLitBerlin

Wie schreiben wir über Natur, Landschaften und deren Bedrohung? Wie können wir unsere Beobachtungen der natürlichen Welt mit Respekt und Glaubhaftigkeit in unserer Literatur umsetzen? Hat Nature Writing das Potenzial, unsere Beziehung zu Natur zu verändern? ©

British Council. Illustration von Joey Yu.

#BritLitMunich unter der Leitung von Robert Macfarlane

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"Die britische Literaturwelt wurde stark beeinflusst von einer Bewegung, die Reaktionen auf unsere lebendige Umwelt in den Fokus rückt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat Großbritannien ein außergewöhnliches Wiederaufleben einer Bewegung gesehen, die als 'Nature Writing' [Naturliteratur] bekannt geworden ist, aber genauso gut als 'Literature of Landscape' [Literatur der Landschaft] oder 'Place Writing' [örtliches Schreiben] bezeichnet werden kann. SchriftstellerInnen aus den Bereichen Sachliteratur, Bellistrik, Poesie, Schauspiel, Performance und cross-medialer Formen, haben ihre Aufmerksamkeit den komplexen Fragen von unserer Beziehungen zu Welten gewidmet, die über das menschliche hinausgehen: wie dem Wetter, Klima, Land und anderen Lebewesen. Liebe, Angst, Hoffnung, Zugehörigkeit, Derassifizierung, Idenitifzierung, Entfremdung, Pflege, Benennung, staatliche Macht, Kindheit, Konservatismus, Radikalismus, Anthropozän...die Themen dieser Literaturbewegung sind außerordentlich vielfältig, oft politisch und sehr aktuell. Wurzeln dieser Literatur reichen allerdings bis in das sechste bis neunte Jahrhundert nach Christus, zur keltisch-christlichen Poesie zurück." - Robert Macfarlane

#BritLitBerlin 2018 unter der Leitung von Bernadine Evaristo

"2018 wird sich das British Council-Literaturseminar damit beschäftigen, wie zeitgenössische britische Autorinnen und Autoren die Themen Geschlecht und Sexualität in ihren Werken aufgreifen. Dabei gehen wir auf  die aktuellen Diskurse zur Geschlechteridentität ein, die in jüngster Zeit von den Mainstream-Medien aufgegriffen wurden – zum Beispiel auf die Strömung, die die gesellschaftliche Konstruktion einer binären Geschlechterordnung in Frage stellt. Während das breite Spektrum und die neuen Kategorien von Identität und Sexualität unter dem Stichwort LGBTQ+ weiterhin revolutionieren, wie wir uns als Menschen definieren, werden wir untersuchen, wie sich diese Entwicklungen in der Literatur widerspiegeln. Gleichzeitig hat der Feminismus vor kurzem eine Wiedergeburt und seinen Durchbruch in den Mainstream erlebt. Die post-feministische Epoche ist vorbei, und insbesondere junge Frauen schließen sich der sogenannten vierten Welle des Feminismus an, dessen Ausprägungen so verschieden sind wie seine Befürworterinnen und Befürworter. Wir werden fragen, wie Belletristen und Dichter den Trend aufgreifen, deren Arbeit einer Reihe von feministischen Ideen und Idealen zu folgen scheint. Wir werden uns mit der Frage beschäftigen, wie wir Literatur schaffen können, die komplex und nuanciert und dabei auch bewusst politisch ist. Während die bestehenden Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit gesellschaftlich hinterfragt, untergraben, abgelehnt und erweitert werden, analysieren wir die Entscheidungen, die wir in diesem Themenbereich treffen und Einfluss auf unsere Literatur nehmen. Über wen und was schreiben wir? Welche Art von fiktiven Figuren schaffen wir und warum? Was sind die selbst auferlegten Grenzen, die bestimmen, ob oder wie wir über Geschlecht und Sexualität schreiben? Und welche Verantwortung haben wir als Schriftsteller bei der Beantwortung dieser Fragen? Schließlich, welche Erwartungen erlegen Leser und Verlage uns auf, aus einer Perspektive zu schreiben, die unserem Cisgender entspricht?" -Bernadine Evaristo

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