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Alexis Steele

 

 

 

Urban Streams ist ein internationales und interdisziplinäres Residenzprojekt, das sich mit urbanen Gewässern und ihren ökologischen, sozialen und kulturellen Bedeutungen beschäftigt. Das EUNIC Berlin Projekt wird vom British Council gemeinsam mit vier weiteren Partner:innen realisiert: dem Finnland-Institut, der Botschaft von Irland, der Botschaft der Republik Estland und dem Berliner Spreepark Art Space. 

Urban Streams setzt sich intensiv mit der künstlerischen und gestalterischen Forschung zu urbanen Wassersystemen auseinander. Im Mittelpunkt stehen die komplexen Herausforderungen denen diese Gewässer heutzutage ausgesetzt sind. Neben klimabedingten Extremwettereignissen adressiert das Programm die Folgen der dichten Stadtentwicklung, vom steigenden Wasserverbrauch und Verschmutzung zu fehlender Flexibilität großflächiger Wasservesorgungssysteme. Etwa in Berlin zeigt sich, wie die zunehmende Flächenversiegelung natürliche Wasserkreisläufe beeinträchtigt. 

Gleichzeitig betrachtet Urban Streams städtische Gewässer als wandelbare Lebensräume, in denen sich Stadtgemeinschaft, natürliche Ökosysteme und Siedlungsraum begegnen. Diese Gewässer prägen gesellschaftliche Praktiken, kulturelle Narrativen und kollektive Identitäten. Ihre Pflege, Wiederherstellung und Revitalisierung leisten einen wichtigen Beitrag zur urbanen Resilienz sowie zur Lebensqualität menschlicher und nicht-menschlicher Akteur:innen.

Die britische Künstlerin Marie-Louise Jones ist Wegbereiterin für die internationale Design und Kunst Szene. Ihre State of the Art Projekte positionieren sich an der Schnittstelle von Kunst, Architektur, urbaner Praxis und Werkstoffforschung um durch zukunfts-orientierte Designs den Diskurs um regenerative Stadtplanung zu stärken. Ihre Sammlung Symbiotic Structures [SymS] zeichnet sich mit dem Fokus auf offene Systeme aus. Das Projekt betrachtet die Beziehung zwischen Mensch und Nichtmenschlichem und verbindet Kunstobjekte mit natürlichen Ökosystemen. Marie-Louise Jones’ künstlerischer Ansatz verfechtet eine ethische Position im Hinblick auf die Zukunft von Stadtlandschaften.

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Neben Marie-Louise Jones laden wir drei weitere hervorragende KünstlerInnen und DesignerInnen ein: Karel Koplimets aus Estland, Fionn Timmons aus Ireland und Hele Okkonen aus Finland.

Austausch & öffentliche Präsentation

Urban Streams legt großen Wert auf Austausch, Wissensvermittlung und Sichtbarkeit künstlerischer Forschung. Die Künstler:innen arbeiten im Dialog mit wissenschaftlichen Institutionen, kulturellen Initiativen, Wasserexpert:innen und weiteren lokalen Akteur:innen, die Einblicke in aktuelle Forschungsansätze und wasserbezogene Stadtentwicklungsprozesse geben. Zum Abschluss von Urban Streams werden die entstandenen Arbeiten im Rahmen einer öffentlichen Präsentation vorgestellt.

Beteiligung & Mitwirkung

Die Teilnahme an Urban Streams erfolgt über direkt adressierte Einladungen der beteiligten Kulturinstitutionen. Die endgültige Auswahl erfolgt in einer Auswahlsitzung des Partner*innengremiums, bestehend aus Vertreter*innen der Kulturinstitutionen, Botschaften und des Spreepark Art Space. Bewertet wird nach inhaltlicher Passung zum Thema Urban Waters, Interesse an kollaborativen Arbeitsformen und Motivation für internationale Vernetzung.

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