Auf die frühe Arbeit „I'm British But“ (1989) der gefeierten Filmemacherin Gurinder Chadha ("Bend it like Beckham") anspielend, präsentiert diese Auswahl 12 Kurzfilme junger britischer Regisseurinnen und Regisseure, die ihre Stimme in der breiten Diskussion um kulturelle Identität erheben.
Raj or Radge?
(Menhaj Huda, 3min, 2001, Dok.)
Faz, ein schottischer Typ pakistanischer Herkunft unterhält uns mit seiner Lebensgeschichte in drei Minuten und damit, warum er denkt, er sei „ schottischer als die Schotten “. Der Film untersucht die Identität der Asiaten der 2. Generation in Edinburgh und zeigt, dass die Dinge nicht so einfach sind, wie wir sie manchmal gern hätten.
Safar (The Journey)
(Sandhya Suri, 29min, 2002, Dok.)
‚Safar' ist eine Geschichte aus der asiatischen Diaspora. Ein filmisches Zeugnis über den Traum eines Mannes, der nach 40 Jahren in England in seine H eim at Indien zurückkehren will. Im hohen Alter macht er sich Gedanken, wie es dazu kam, dass er seine Heim at verlor. Yash Pal Suri kam Mitte der 60er Jahre als Arzt nach Großbritannien um sich beruflich weiterzuqualifizieren. Eigentlich wollte er bald zurück nach Indien um dort ein gutes Leben zu führen. Aus einigen Jahren wurden viele. Er dokumentiert seine wechselnden Erfahrungen in der Emigration in Form von Super-8-Filmen, die er an seine dah eim gebliebenen Verwandten schickt. Sie antworten ihrerseits mit „ Kinobriefen “ und bestürmen Yash mehr von seinem Leben in der Fremde zu erzählen.
A Portrait of Mr Pink
(Helena Appio, 16min. 1997, Dok.)
Der reizende Mr Pink ist ein 73-jähriger Immigrant aus Jamaika, der die längste Zeit seines Lebens als Müllmann gearbeitet hat. Seit seiner Rente lässt er seiner Kreativität freien Lauf: er dekoriert sein großes, verfallenes, viktorianisches Haus und den Garten in ungewöhnlicher und vielleicht exzentrischer Weise. Aber Mr Pink sagt dazu nur: ”Einige mögen dieses Haus und andere mögen es vielleicht nicht. Aber ich kenne eine Menge Leute, die es mögen und ich mag es auch.“
We've Lived Here All Our Lives
(Vikaas Mistry, 3min, 1997, Anim.)
‘We've Lived Here All Our Lives' ist ein Film, der einen schnellen Blick auf das indische Leben im Vereinigten Königreich wirft. Der Film wirft Fragen auf, die viele Inder im Vereinigten Königreich (und wahrscheinlich Immigranten der ersten Generation insgesamt) ignorieren. Eine bittere und zugleich witzige 3-Minuten-Tirade mit großartigen Bildern.
Dim Sum (A Little Bit of Heart)
(Jane Wong, 36min, 2002, Dok.)
Drei chinesische Frauen – Marietta, Wah So und Linda – sitzen in einem kleinen Lebensmittelgeschäft in Liverpool herum, machen dim sum und unterhalten sich. Die Filmemacherin, Mariettas Tochter, will verstehen, was diese Frauen bewegt. Dieser charmante Film bleibt nah an den Frauen und spricht Themen wie persönliche Identität und ihren Wunsch, sich der anderen Kultur anzupassen an: ihr Kampf mit der Sprache, ihre Alltagssorgen und ihre Werte.
Köln:
Programm 1: 27.10.2005, 21.00
Programm 2: 28.10.2005, 21.00
Filmclub 813 e.V., Kino in der Brücke, Hahnenstr. 6, 50667 Köln
Berlin:
Programm 1: 6.11.2005, 18.00
Programm 2: 7.11.2005, 18.00
Kino Central, Rosenthaler Str. 39, 10178 Berlin
Hannover:
Programm 1: 16.11.2005, 20.30
Programm 2: 18.11.2005, 20.30
Medienhaus, Schwarzer Bär 6, 30449 Hannover, Eingang: Minister-Stüve-Straße
Eintritt jeweils € 5,00 |