ICC Gregor Münch bei der Gruppenarbeit mit anderen Teilnehmern

ICC Gregor Münch bei der Gruppenarbeit mit anderen Teilnehmern


Am Laptop werden Anregungen und Eindrücke sofort festgehalten.
Am Laptop werden Anregungen und Eindrücke sofort festgehalten.


Konferenzen wie das Youth Forum bieten den Climate Champions immer wieder hervorragende Gelegenheiten zum Update und Austausch

Konferenzen wie das Youth Forum bieten den Climate Champions immer wieder hervorragende Gelegenheiten zum Update und Austausch

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17. - 19. Juni 2009 - Young Adults for new Results
Bericht von Gregor Münch

100 Teilnehmer aus der ganzen Welt im Alter zwischen 18 und 30 Jahren waren nach Genf gekommen, um am Youth Forum 2009 in Genf teilzunehmen, das das Global Humanitarian Forum der UN unter dem Motto Young Adults for new Results in diesem Jahr ertsmals organisiert hatte. Für International Climate Champions waren Fiona Tokple und Gregor Münch mit dabei.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der Erwerb von aktuellem Hintergrundwissen zum Klimawandels, die Simulation einer Debatte über die Unterstützung eines Klimahilfsprojekts durch die UN, sowie die Erarbeitung eigener Projekte und einer Klimabotschaft an die Teilnehmer des Kopenhagener Klimagipfels im Dezember 2009.

Nach einer Begrüßung durch Walter Fust, General Director des Global Humanitarian Forums begannen die Teilnehmer mittels Laptops ihre Einfälle zum Thema Klimawandel unmittelbar festzuhalten. Durch ein speziell für Kongresse entwickeltes Software-Programm konnten die Teilnehmer die Ideen anderer sehen, kommentieren und bewerten. Dies trug wesentlich zu einer schnellen und konstruktiven Entscheidungsfindung bei. Es schloss sich eine Vortragsreihe über Erfindungen als Lösungsanansätze für die die Klimaproblematik an: von der Schwimmenden Stadt bis zu Wippen in Afrika, die Strom für Schulen produzieren, von der sich selbst recycelnden Einkaufstüte bis zu Romanen über Umweltprobleme reichte das Spektrum der Vorträge.

Ein Update auf den aktuellen Stand der globalen Erwärmung zeigte Schockierendes: das Abschmelzen der Polareisschilde, das noch vor fünf Jahren bis zum Jahr 2100 prognostiziert wurde, wird nach heutigem Stand in spätestens zehn Jahren erreicht sein. Aktuelle Satellitenbilder zeigen einen unvorhergesehen starken Eisschwund. Nach jedem Vortrag konnten die Teilnehmer, die sich meist in ihrer Freizeit und in Studium oder Beruf bereits mit der Thematik auseinandergesetzt hatten, ihre Ideen festhalten, um später produktiver inhaltlich arbeiten zu können.

Bei einer simulierten Sitzung des UNFCC, das sich als Sekretariat der UN-Klimarahmenkonvention u. a. mit der Nachfolge des Kyoto-Protokolls und der Umsetzungen der bestehenden Klimaschutzziele auseinandersetzt, wurde z. B. über länderspezifische Interessen und die Finanzierung verschiedener Hilfsprojekte debattiert.

Übernachtet wurde in einem Schweizer Atombunker. Die Erfahrung, sich vier Nächte auf engstem Raum miteinander zu arrangieren, trug wesentlich zur Entwicklung einer Gruppendynamik bei. Bei gemeinsamen Grillen und Freizeitgestaltung konnten Ideen ausgetauscht und neue Freundschaften geknüpft werden. Ferner diskutierte das Forum auch über die Stellung der Religionen zu Klimawandel und Klimaschutz.

Als Ergebnis des Forums wurden fünf in Kleingruppen ausgearbeitete Klimaschutzprojekte beschlossen. Diese beinhalten neben der weltweiten Aufnahme der Klimathematik in den Schulalltag auch die Energiegewinnung aus Algen sowie den Zugang zu Informationen über Klimawandel und zum lebenswichtigen Wetterbericht über flächendeckenden Radioempfang in Afrika. Außerdem verabschiedeten die Teilnehmer das so genannte „Copenhagen Manifesto“, eine Zusammenfassung der Forderungen an die Entscheidungsträger des COP15-Klimagipfels ähnlich der ICC Kobe Challenge aus dem Mai 2008.

Das Youth Forum war für alle Teilnehmer ein unvergessliches Ereignis, bei dem nicht nur neue Informationen über das umfassende Thema „Klimawandel“ ausgetauscht wurden, nicht nur innovative Lösungsansätze sondern auch viele neue Freunde gefunden wurden. Das deutliche Fazit aller Beteiligten: Veränderung ist möglich!

 

 




   
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