Die ICCs überreichen Umwelt-Staatssekretär Machnig die Stuttgarter Erklärung


BMU-Experten für Klimapolitik debattieren über die Möglichkeiten bei COP15



Wasserversorgung und Klimawandel als Thema beim Besuch bei den Berliner Wasserbetrieben

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11. September 2009 - Klimapolitik und Wasserwirtschaft; ICCs bei BMU und BWB

Nötiges mit Nützlichem zu verbinden, ist auch für die International Climate Champions oberstes Gebot, wenn es um „Dienstreisen“ im Auftrag des Klimaschutzes geht. So war das diesjährige Planungswochenende von Deutschlands Climate Champions in Berlin auch wieder mit einer Reihe von höchst interessanten Meetings in der Hauptstadt verbunden.

Wie schon im vergangenen Jahr hatte Umweltstaatssekretär Matthias Machnig zum Auftakt ins Bundesumweltministerium eingeladen, wo auch die neuen Climate Champions die Gelegenheit erhielten, von den Klima-Fachleuten des Ministeriums aus erster Hand zu hören, was von der weltweit wichtigsten Klimakonferenz zu erwarten ist: „Es wird in Kopenhagen darauf ankommen, zu beweisen, dass die Welt handlungsfähig in Sachen Klimapolitik ist“, brachte es der SPD-Politiker auf den Punkt.

Norbert Gorißen, Experte für Internationale Klimapolitik und Mitglied der deutschen Delegation bei COP15 fügte hinzu: „Der Druck ist international so groß, dass in Kopenhagen etwas passieren muss. Ein Scheitern der Konferenz kann sich kein Land leisten.“

Die International Climate Champions konnten den Klima-Profis versichern, dass sie selbst auch ihren Beitrag dazu leisten werden, dass in Kopenhagen auch während der Konferenz der Druck auf die Entscheidungsträger in ihrer Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft weltweit nicht nachlässt. Die Forderungen an Politik, Wirtschaft und die Bevölkerung, die die International Climate Champions beim UNESCO Welt-Jugendfestival im Juni als Stuttgarter Erklärung maßgeblich mit ausgearbeitet hatten, konnte der Staatssekretär nur unterstützen. Sein Fazit: Weiter so!““

Welche Rolle etwas nicht so nahe Liegendes wie die Wasserver- und Entsorgung im Klimaschutz spielen kann, konnten die Climate Champions am Nachmittag dann bei den Berliner Wasserbetrieben erfahren. Rolf-Jürgen Schwarz aus der Forschunngs- und Entwicklungsabteilung des teilprivatisierten Unternehmens konnte von beachtlichen Zahlen berichten. So können die Berliner Klärwerke ihren Energiebedarf (Wasserver- und Entsorgung haben immerhin einen Anteil von 2% an Deutschlands Gesamtenergiebedarf) schon jetzt zu 45% durch Biogasverstromung über eigene Ressourcen decken. Wasser zu sparen liegt da nahe, um den Energieverbrauch zu senken.

Dass dies aber auch Probleme für eine Infrastruktur mit sich bringt, die auf hohen Verbrauch ausgelegt ist, wurde den Climate Champions allerdings an einem sehr anschaulichen Beispiel verdeutlicht: Deutlich sinkender Wasserverbrauch hat in den letzten Jahren nicht nur in Berlin dazu geführt, dass Abwasserkanäle nicht ausreichend durchgespült werden und somit faulende Rückstände zu stellenweise zu starker Korrosion der Kanalrohre und damit zu deren langsamer Zerstörung führen.

Aber auch für dieses Problem wusste Schwarz von einer technischen Neuerung zur Lösung zu berichten: Rohre mit elliptischem Durchmesser, die auch bei geringem Wasserdurchfluss eine ausreichende Fließgeschwindigkeit garantieren.




   
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