James Frazer Stirling (1926 - 1992) gilt als einer der einflussreichsten und innovativsten
Architekten in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung erlaubt
mit einer Auswahl von Modellen und Plänen sowie mit theoretischen Schriften
und bisher unveröffentlichtem Archivmaterial einen neuen Blick auf James
Stirling.
Gezeigt werden über 300 Architekturzeichnungen, großformatige Modelle und
Photographien, die Stirlings gebautes wie ungebautes Werk anschaulich werden
lassen.
Darunter sind so berühmte Entwürfe wie die Neue Staatsgalerie
Stuttgart (1977 - 1984), das Engineering Building der Universität Leicester (1959-
63), die History Faculty in Cambridge (1964- 67), Museumsbauten für London
(Clore Gallery der Tate, 1980 - 86) und Harvard (Arthur M. Sackler Museum 1979- 84), das Wissenschaftszentrum in Berlin (1979 - 1987), der Wettbewerb für die
Bibliothèque de France (1989), aber auch bislang nur selten gezeigte bzw. völlig
unbekannt gebliebene Projekte aus einer über 40-jährigen Schaffenszeit.
Die Ausstellung ist nicht allein als monographische Retrospektive angelegt,
sondern vermittelt auch präzise Einblicke in den Entwurfsprozess des Architekten.
Stirlings Wirken als Lehrer an der Yale School of Architecture und sein Einfluss
auf die jüngere Architektengeneration werden anhand von Skizzenbüchern
und Audiodokumenten ebenfalls nachgezeichnet.
In Kooperation mit dem Centre Canadien d'Architecture, Montréal, das den umfangreichen
Nachlass des Architekten bewahrt, und dem Yale Center for British
Art, New Haven, wird auf diese Weise das vielfältige Werk von James Stirling
erstmals in Deutschland umfassend gewürdigt.
Datum: 1. Oktober 2011 - 15. Januar 2012
Ort: Staatsgalerie Stuttgart,
Konrad-Adenauer-Str. 30 - 32
70173 Stuttgart
|