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schwerelos

Simon Faithfull und Carla Guagliardi

Das Haus am Waldsee zeigt die Ausstellung „Schwerelos“ mit Simon Faithfull und Carla Guagliardi zu einem neuen Termin – vom 11. Januar bis 22. Februar 2009. Die Eröffnung findet am Samstag, den 10. Januar 2008, um 14 Uhr statt.

Auf der Jahrespressekonferenz am Freitag, den 9. Januar 2008, um 11 Uhr informiert Katja Blomberg, Leiterin des Hauses am Waldsee, über die Ausstellung „Schwerelose“ sowie das Programm und die Perspektiven des Jahres 2009. Das Haus am Waldsee zeigt im kommenden Jahr Ausstellungen mit Clemens Krauss, Ernst Wilhelm Nay, Anton Henning und Corinne Wasmuht.

Mit der Ausstellung „Schwerelos“ bringt das Haus am Waldsee zwei Künstler zusammen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln über die inneren Bedingungen des Lebens nachdenken. Der britische
Konzeptkünstler und Zeichner Simon Faithfull (Jg. 1966) widmet sich der Suche nach den Grenzen der Welt, der Überwindung von Gravitation und Zeit sowie dem eigenen Verschwinden. Auf naturwissenschaftliche Weise untersucht die brasilianische Bildhauerin Carla Guagliardi (Jg. 1956) dagegen den Körper als pulsierende Einheit. In geschlossenen Systemen zeigt sie auf ästhetisch einfache Weise Abhängigkeiten von Druck und Gegendruck.

Guagliardi und Faithfull machen sichtbar, was ist. Sie schaffen in ihren Werken Situationen der Schwerelosigkeit, die bei Guagliardi ins Erstaunliche und bei Faithfull ins Erzählerische kippen. Beide
Künstler sind in ihren Heimatländern durch zahlreiche Ausstellungen hervorgetreten und mit Stipendien und Preisen ausgezeichnet. Mit „Schwerelos“ werden sie zum ersten Mal im größeren Rahmen in
Deutschland vorgestellt. Beide leben und arbeiten in Berlin, außerdem in London bzw. Rio de Janeiro.

Simon Faithfulls Anordnungen bedienen sich stets neuester technischer Möglichkeiten. So entstehen etwa seine Zeichnungen auf dem Palm Pilot. 2004/05 begleitete er auf Einladung der britischen Regierung
eine wissenschaftliche Expedition in die Antarktis. Auf den Spuren des Abenteurers und Wissenschaftlers Ernest Shackleton hielt er seine Eindrücke unter dem Titel „Ice Blink“ (2006) in Video, digitalen Zeichnungen, Fotografien und Experimenten mit Wetterballons fest. Als zentrale Arbeit der Ausstellung am Waldsee wird das Projekt nun zum ersten Mal in Deutschland vorgestellt. Mit elektronischem Zeichenstift und digitaler Kamera folgte Faithfull im Sommer 2008 dem Null-
Meridian von Englands Südküste über Wiesen, durch Städte, Schlafzimmer, Garagen, über parkende Autos bis an die britische Ostküste. Für „Escape Vehicle No 6“ schickte er einen Stuhl und eine
Videokamera an einem Wetterballon bis an die Grenze der Stratosphäre. Eine spektakuläre Videoarbeit ist das Ergebnis, die den Betrachter mit realistischen Bildern und einer vollkommen neuen
Flugerfahrung konfrontiert und zugleich der Raumfahrt und dem Mythos vom Ikarussturz huldigt.

19.02.2009, 19.00 Uhr:

Lecture Performance Simon Faithfull: "Gravity Sucks" in der Humboldt Universität zu Berlin
Raum 1072, Erdgeschoss links
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Datum: 11. Januar - 22. Februar 2009

Ort: Haus am Waldsee, Argentinische Allee 30, 14163 Berlin




   
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