| Kein Land kann es sich leisten, sein größtes Kapital – Menschen – in unserer schnelllebigen, globalisierten und auf Konkurrenz gefußten Welt zu vergeuden. Die meisten Bildungsministerien und Bildungsbehörden wissen dies zu würdigen. Jedes Jahr nehmen Schulen in Europa tausende von Schülern auf, die aus anderen Ländern stammen. Dieses Migrationsverhalten bringt einen Reichtum an Kulturen und Hintergründen mit sich, schafft allerdings auch in jeder Stufe der Schulbildung Herausforderungen.
INDIE – Inclusion and Diversity in Education – ist ein Projekt des British Council, das zusammen mit nationalen und regionalen Bildungsbehörden aus elf Ländern getragen wird: England, Wales, Schottland, Belgien, Italien, Spanien, Deutschland, Griechenland, die Niederlande, Portugal und Malta. Ziel des Projektes ist es, sozialen Zusammenhalt zu vermitteln und den Bildungsstandard in kulturell-integrativen Schulen zu heben. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Schüler das eigene Potential ausschöpfen und ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten können.
Das Projekt begann damit, Jugendlichen der teilnehmenden Schulen Führungseigenschaften zu vermitteln. Diese Jugendlichen waren daraufhin federführend am Verfassen einer Bildungscharta in ihrem Land beteiligt. Diese hält die nötigen Richtlinien fest, die die Gestaltung einer wirklich integrativen und sozial geschlossenen Schule ermöglichen.
Im Februar 2008 reiste eine anschließend ausgewählte Gruppe nach Brüssel, um gemeinsam eine europäische Version dieser Charta zu erarbeiten, die im Folgenden Rektoren und Entscheidungsträgern im Europäischen Parlament präsentiert wurde.
Es wurden Projekte für Schulen entworfen, die den Anforderungen der Charta gerecht werden sollen. Die nächste Stufe ist nun, die Ergebnisse der Pilot-Projekte zu sammeln und in einen Leitfaden bewährter Methoden zusammenzufassen, der nächstes Frühjahr veröffentlicht wird. Bei einem Seminar in Berlin Ende November werden Entscheidungsträger die nächsten Schritte und das Format dieses Leitfadens diskutieren.
Das Programm finden Sie hier.
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