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Franziska & Katharina online |
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TÄglich Neues aus der Arktis |
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Durch den Einsatz von Satellitentechnik kann ein weltweites Publikum die
Expeditionen live verfolgen, mit Hilfe von täglichen Blogein-trägen, Fotos, Videoreportagen und
wissen-schaftlichen Daten auf der Expeditions-website.
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Die Expedition in den Medien |
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Cape Farewell in Deutschland |
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Cape Farewell 2007 youth expedition |
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Das Unsichtbare sichtbar machen: Climate Change Education
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Im September nahm die Cape Farewell 2007 Youth Expedition zwölf 15-16-jährige aus drei Ländern – Großbritannien, Kanada und Deutschland – mit nach Svalbard in die norwegische Arktis. Die Schüler lebten und arbeiteten zehn Tage lang auf dem 40 Meter langen Schoner Noorderlicht und beteiligten sich an der Entwicklung von Projekten, die sich aus wissenschaftlicher und künstlerischer Sicht mit dem Klimawandel auseinandersetzten. Am 7. September 2007 stach die Expedition vom Londoner Southbank Centre - wo auch eine Ausstellung zur Reise zu sehen ist - in See.
Geleitet vom Filmemacher Colin Izod und der Wissenschaftspädagogin und Choreographin Subathra Subramaniam, wurde die Cape Farewell Youth Expedition vom British Council, Creative Partnerships und dem Southbank Centre in London unterstützt. At It Productions begleitete das Projekt; die anschließende Dokumentation wird im Jugendprogramm T4 von Channel 4 ausgestrahlt.
Was haben die Schüler gemacht?
Alle Schüler, die an der Reise teilnahmen, arbeiteten an einem eigenen künstlerisch-wissenschaftlichen Projekt, das mittels Weblog, Moblog, Video, Webcam o.ä. präsentiert wurde. Die Inuit Doriana zum Beispiel, Schülerin aus der winzigen Ortschaft Igluligarjik in Nunavut, verglich die Überlieferungen der alten Inuit zum Klimawandel mit jüngsten wissenschaftlichen Erkenntissen. Andere Schüler betrachteten schmelzende Gletscher, die biologische Vielfalt sowie Meeresströmungen und experimentierten dabei mit Geräuschen, Filmaufnahmen und Fotos.
Die beiden deutschen Teilnehmerinnen, Franziska und Katharina vom Lise-Meitner-Gymnasium bzw. von der Gesamtschule Walddörfer in Hamburg, hatten sich diese Themen vorgenommen:
Franziska
- Untersuchung und Bestimmung von Plankton
- Veränderungen als Folge des Klimawandels
- Tanztheater unter Schwarzlicht: „Ein Schock im Leben des Plankton“
Katharina
- Säugetiere & Vögel der Arktis, Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Population
- Kinderbuch, Foto-Illustrationen und Bilder
- Farbkontraste in der Arktis
Gemeinsame Projekte - Kunst/Wissenschaft/Performance
Der Cape Farewell-Künstler Dan Harvey hat die Schüler als künstlerischer Mentor begleitet, und unterstützte dabei auf der kreativen Seite die Projekt–Mentorin Jessica Burdett,
zuständig für den Bereich Kunst in der Londoner Kidbrooke School. Professor Mark Maslin, Leiter des Umweltinstitutes des University College London hatte zusammen mit dem Wissenschaftspädagogen Keith Brindle vom Frome Community College in Somerset die Betreuung des wissenschaftlichen Teils übernommen. Die Mentoren haben jeweils mit der gesamten Gruppe eine gemeinsame Arbeit geplant und geleitet. Gleichzeitig dokumentierte ein Filmteam alle Aktivitäten, integrierte die Schüler in die Filmarbeit und stellte die Ergebnisse der Expedition bzw. dem Webportal zur Verfügung.
Medien
Die Expeditionserlebnisse zum Thema Klimawandel wurden online in Blogs und Videos publiziert.
Interessierte in den teilnehmenden Schulen und Städten, die Besucher der Ausstellung im Southbank Centre und alle anderen Interessierten konnten das Projekt in Echtzeit verfolgen. Jeder Schüler erhielt einen Medienfahrplan für offizielle „live to web“-Einheiten und stellte täglich einen kurzen Text und zehn Fotos auf seine eigene Seite auf der Expeditionswebsite. Das Filmteam an Bord half während der Woche in Svalbard jedem Schüler, ein drei- vierminütiges Video über sein Projekt zu produzieren und ins Netz zu bringen.
Die Arbeit in den Schulen
Genauso wichtig wie die Erfahrungen und Projektarbeit der zwölf Schüler, die in die Arktis reisten, ist die Arbeit in den jeweiligen Schulen vor, während und nach der Expedition. Jede Schule stellte eine anfängliche Gruppe von 20 Schülern, die an einem von Colin und Suba geleiteten Medien- und Bewegungs-Workshop teilnahmen. Es machte Spaß, kurze Bewegungsabläufe in kleinen Gruppen zum Thema Klimawandel zu erarbeiten. Ihre Ansichten stellten sie in Kurzfilmen als Zweiergruppen von Kameramann und Moderator vor.
Dies führte zur Auswahl einer Gruppe von fünf Schülern, aus deren Mitte schließlich der Expeditionsteilnehmer ausgewählt wurde. Jedes Gruppenmitglied hat während und nach der Reise das Interesse am Klimawandel in der Schule und in seinem jeweiligen Umfeld wach halten.
Das Ziel
Das langfrisitige Ziel des Projektes an den zwölf Schulen und in der Arktis ist die Schaffung eines internationalen Bildungsnetzwerkes, das im Bereich Klimawandel Dinge fantasievoll in Bewegung bringt.
Bildung
Das Projekt beinhaltet viele wichtige schulische Themen:
- Wie gehen Schulen mit dem Thema Klimawandel innerhalb und außerhalb des Unterrichts um?
- Welche Auswahlkriterien gelten für junge Leute, um an den kreativen Projekten teilzunehmen ?
- Wie können Lehrer den Unterricht sinnvoll und interdisziplinär gestalten?
- Wie unterstützt man Schüler bei innovativen Projekten und wie können sie Mitschüler, Lehrer und Eltern positiv beeinflussen?
- Wie können Schulen weltweit Netzwerke aufbauen?
Aus pädagogischer Sicht liegt der Schwerpunkt auf interdisziplinären Neuerungen, dem Ausbauen kreativer Elemente im Lehrplan, der Förderung des Mitspracherechts der Schüler und dem Unterricht von Schüler zu Schüler. Die Nutzung von neuen Medien und EDV für die Darstellung, Pflege und Weiterentwicklung des Bildungsnetzwerkes der zwölf Schulen ist außerdem für die Schulleiter interessant.
Das Projekt hat beachtliche Unterstützung durch angesehene britische und kanadische Bildungseinrichtungen erhalten, z.B. die Geographical Association, das Nuffield Curriculum Centre, das National Oceanography Centre, das Centre for Educational Leadership der McGill University in Montreal, das Institute of Education und andere.
Wie funktioniert es?
Die Schulen gehen das Projekt auf unterschiedliche Weise an, je nach Bedarf und Spezialisierung. Hier einige Beispiele:
- An der Parkview School in Barrow in Furness dient das Projekt dem allgemeinen Anspruch, Kreativität im Lehrplan zu integrieren.
- In Kanada rief die Wahl der jungen Inuit-Schülerin Doriana aus der kleinen Gemeinde der Igluligaarjuk oder Chesterfield Inlet großes Interesse an dem Landstrich Nunavut hervor. Dorianas Projekt vergleicht die Überlieferungen der alten Inuit zum Klimawandel mit jüngsten wissenschaftlichen Erkenntissen.
- An der Kidbrooke School in London bringt das Projekt umweltverträgliche, umweltfreundliche Aspekte in die Renovierungspläne am Schulgebäude aus den 50er Jahren ein.
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