The Noorderlicht Crew 2005
Die Noorderlicht Crew 2005

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caPE FAREWELL
Kunst und Klimawandel

Wir freuen uns, daß wir die Kampagne Cape Farewell erstmalig und exklusiv in Deutschland präsentiert haben. Der britische Videokünstler David Buckland hat diesen Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft mit dem Ziel initiiert, das Bewusstsein für den Klimawandel zu schärfen und kulturelle Einstellungen gegenüber dem Thema zu beeinflussen. Ausgangspunkt der einzigartigen Initiative war eine Reihe von Expeditionen in den arktischen Norden, bei denen Künstler und Wissenschaftler gemeinsam Zeugen der dramatischen Auswirkungen des Klimawandels auf das fragile ökologische Gleichgewicht waren. Im Mittelpunkt der gesamten Kampagne steht die künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen Eindrücken.

Vom 21. März bis 22. April 2007 waren in der Ausstellung Cape Farewell - Kunst und Klimawandel auf Kampnagel in Hamburg Werke prominenter britischer Künstler zu sehen, zu denen sie sich auf einer Expedition im Jahr 2005 inspirieren ließen. Die Ausstellung betrat mit ihrem Aufeinandertreffen von Kunst und Wissenschaft Neuland, um mit diesem kreativen Ansatz das Verständnis von und für Klimawandel zu beeinflussen.

Die Cape Farewell-Expeditionen hatten bisher sehr bewegende Reaktionen hervorgerufen, umso mehr, als sie an die Gefühle derer appellieren, die sich sonst nicht mit dem Thema Klimawandel beschäftigen würden. Zu sehen waren unter anderem Heather Ackroyds und Dan Harveys sechs Meter langes vereistes Zwergwalskelett, David Bucklands Video eines schmelzenden Eisbergs, Alex Hartleys Fotoinstallation seiner neu entdeckten Insel und Siobhan Davies' einsam kämpfende Tänzerin als Symbol für die bedrohte Gattung Mensch. Darüber hinaus waren Werke von Heather Ackroyd & Dan Harvey, Kathy Barber, David Buckland, Peter Clegg, Siobhan Davies, Gautier Deblonde, Max Eastley, Nick Edwards, Gretel Ehrlich, Antony Gormley, Alex Hartley, David Hinton, Gary Hume, Ian McEwan und Michèle Noach ausgestellt.

Das Begleitprogramm umfasste die Uraufführung der Arctic Symphony von Max Eastley am 10. April 2007 im Hamburger Planetarium sowie ein öffentliches Gespräch zwischen dem Schriftsteller Ian McEwan und John Schellnhuber, dem wissenschaftlichen Berater für Klimapolitik in Deutschland in der Bucerius Law School in Hamburg.

Des Weiteren fanden eine Live-Performance des Künstlers Will Hunt im Westwerk, eine Dokumentarausstellung im Fleethof, ein Vortrag über Klimasicherheit im Hamburger Rathaus und eine Reihe von Gesprächen mit Künstlern auf Kampnagel statt.

Am Institut für Klimafolgenforschung in Potsdam wird Cape Farewell am 24./25. Juni 2007 mit einer Tipping-Point-Konferenz fortgesetzt. Ein Tipping Point, wörtlich Punkt des Umkippens, ist der Zeitpunkt, zu dem ein Prozess eine drastische Veränderung erfährt - hier also der Moment, ab dem die Veränderungen durch den Klimawandel drastische negative Konsequenzen haben.

Im September schließlich werden zwei Hamburger Schüler die nächste Expedition begleiten.

Die Cape Farewell -Dokumentation Art from a Changing Arctic war am 21. und 22.04.07 auf BBC World zu sehen.

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